Energiespartipps für Ihr Zuhause

Nicht verbrauchte Energie ist unsere wertvollste Ressource. Denn seit 1971 ist die globale Nachfrage nach natürlichen Ressourcen höher als das Angebot, das die Ökosysteme zur Verfügung stellen können. Bei konventioneller Ausstattung benötigt eine dreiköpfige Familie (ohne Warmwasser) ca. 3.500 kWh Strom pro Jahr. Etwa die Hälfte davon wird zum Kochen, Kühlen, Spülen, Waschen, Gefrieren und Trocknen verwendet. Mit energieeffizienten Geräten der neuesten Generation kann derselbe Haushalt mehr als zehn Prozent seines jährlichen Energieverbrauchs einsparen. 

Als gemeinwohlorientiertes Unternehmen zählt es deshalb zu unseren wichtigsten Aufgaben, unseren Kunden einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu vermitteln.  Mit unseren einfachen Energiespartipps, der fachmännischen Beratung zu unsereren Energie-Dienstleistungen, wie zum Beispiel der Ausstellung von Energieausweisen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Seite. 

Verteilung des Stromverbrauchs in Privathaushalten

Achten Sie beim Kauf eines neuen Haushaltsgeräts unbedingt auf die Angaben auf dem EU-Label. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Ausstattung, Energieverbrauch und Energieeffizienzklassen. Die Energieeffizienzklasse A+++ ist die sparsamste Klasse im Energieverbrauch. Außer bei Fernsehern: Hier steigt die Effizienzklasse nur auf A++. Die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Ausstattungsklassen können mitunter groß sein. Der höhere Anschaffungspreis eines hocheffizienten Haushaltsgeräts amortisiert sich jedoch in den meisten Fällen bereits nach kurzer Zeit.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Anschaffung eines neuen Haushaltsgeräts sinnvoll ist, nutzen Sie einen Leihmessgerät zur Verbrauchsmessung. Unsere Energieberater der Stadtwerke Troisdorf unterstützen Sie dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

So einfach können Sie Strom sparen

In den letzten Jahren wurden Elektroherde mit Kochplatten durch bessere Wärmedämmung, Umluftheizung und Glaskeramik-Kochfelder (Cerankochfelder) immer energieeffizienter. Kochen mit einem Induktionskochfeld ist noch effizienter. Das Sortiment hat sich in den letzten Jahren deutlich vergrößert, sodass mittlerweile Geräte unter 400 Euro auf dem Markt sind.

Vorteile: Das Kochfeld selbst bleibt kühl, da das elektromagnetische Feld die Wärme zusammen mit dem Boden des Herdes überträgt.

Eine wichtige Voraussetzung für energieeffizientes Kochen ist richtiges Kochgeschirr mit dicht schließenden Deckeln und flachen Böden. Die folgende Grafik zeigt, dass der Energiebedarf zum Erhitzen von 1,5 Liter Wasser ohne Deckel bis zu viermal höher sein kann.

Im Gegensatz zu anderen Haushaltsgeräten laufen Kühlschränke und kontinuierlich und machen daher einen erheblichen Teil des Gesamtverbrauchs aus.
In den letzten Jahren wurde an besserer Wärmedämmung, neuartigen Kompressoren und größeren Wärmetauscherflächen gearbeitet, sodass Neugeräte der Energieeffizienzklasse A+++ 90% verbrauchen weniger Strom als ältere Geräte der Energieeffizienzklasse G.

Die folgende Grafik zeigt, ob Ihre Kühlgeräte effektiv sind oder nicht.

Die Verbrauchswerte von Geschirrspülern sind in den letzten 20 Jahren drastisch gesunken. Der Wasser- und Salzverbrauch wurde um 70 % und der Stromverbrauch um etwa 50 % reduziert. Die Geschirrspüler der neuen Generation ermöglichen Einsparungen dank automatischer Programme, Sensoren und Beladung.

Entscheidend für eine energieeffiziente Nutzung ist die Auslastung der Spülmaschine beim Spülvorgang. Überlegen Sie sich daher vor dem Kauf genau, wie viel Fassungskapazität Sie für Ihre Geschirrspülmaschine benötigen. Große Geräte reinigen zwar günstiger als kleine, wenn die Maschine jedoch nicht voll aufgeladen ist, zahlt sich dieser Vorteil nicht aus.

Ein Warmwasseranschluss für die Spülmaschine ermöglicht zusätzliche Einsparungen. Da das Wasser nicht im Geschirrspüler erhitzt wird, verkürzt sich die Programmdauer um ca. 20 %. Zusätzliche Kosteneinsparungen werden erzielt, wenn Warmwasser mit Systemtechnik wie zum Beispiel Solarthermie kombiniert wird. Lange Leitungen – und die damit einhergehenden Transportverluste zwischen der Warmwasserbereitung und der Spülmaschine – sollten unbedingt vermieden werden.

Waschtemperatur

Bei einer Spültemperatur von 50 °C wird normales Geschirr in der Regel sauber. Probleme könnten allenfalls auftreten, wenn Geschirr tagelang ungespült bleibt. Dann können sich auch Keime vermehren. In diesen Fällen sollte eine höhere Spültemperatur gewählt werden (60 °C).

Waschdauer

Niedrige Temperaturen und niedrige Pumpenleistungen ermöglichen hohe Wasser- und Stromeinsparungen. Um weiterhin ein gutes Spülergebnis zu erreichen, wird die Spüldauer verlängert. Programme mit kürzeren Laufzeiten verbrauchen daher mehr Strom und Wasser.

Waschende

Mit der Ein/Aus-Taste die Spülmaschine deaktivieren. Die meisten Spülmaschinen verbrauchen noch Energie, solange sie nicht ganz ausgeschaltet sind. Die Tür nach Programmende entweder ganz öffnen oder bis zum Ausräumen des Geschirrs geschlossen lassen.

Beim Kauf einer Waschmaschine lohnt es sich, auf hochwertige ökologische Produkte zu achten. Die zum Teil erheblichen Preisunterschiede sind vor allem auf unterschiedliche Funktionen, Sonderprogramme oder Zusatzoptionen zurückzuführen. Vor der Auswahl einer neuen Waschmaschine sollten sich Verbraucher fragen , welche Funktionen wirklich wichtig sind Große Wäschetrommeln sind zum Beispiel nur für große Haushalte geeignet.

Wenn das Trocknen an der Luft keine Option ist, benötigen Sie einen Wäschetrockner. Allerdings gehören diese zu den Haushaltsgeräten mit hohem Energieverbrauch. Besonders wirtschaftlich sind Wärmepumpentrockner und Erdgaswäschetrockner. Das besondere an Wärmepumpentrockner ist, dass sie mit sehr niedrigen Trocknungstemperaturen arbeiten und etwa 50 Prozent der Abwärme zurück gewinnen. Bei Erdgaswäschetrocknern wird nur noch für den Antrieb der Wäschetrommel und die Steuerelektronik Strom benötigt. Erdgas- und wärmebetriebene Wäschetrockner sind in der Anschaffung teurer als Elektrotrockner, aber die Mehrkosten amortisieren sich nach einer gewissen Zeit durch deutlich niedrigere Betriebskosten.
 

So einfach können Sie beim Heizen sparen

Lassen Sie die Heizung regelmäßig warten! Ist diese in einem guten Zustand, spart das bis zu vier Prozent Energiekosten. Regelmäßige Wartung erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit. Auch eine Reinigung der Heizkörper zu Beginn der Heizsaison spart bares Geld.

Nachts genügt in den Wohnräumen eine Raumtemperatur von 16 °C bis 18 °C, das spart leicht 20 bis 30 Prozent Energie. Nutzen Sie die „Nachtabsenkung“ Ihrer Heizungsregelung auch während des Winterurlaubs oder wenn die Wohnung längere Zeit verwaist ist.

Ein moderner Brennwertkessel kommt mit bis zu 40 Prozent weniger Energie aus, kombiniert mit Solarthermie sogar noch mit deutlich weniger. Wer dabei auf Erdgas anstatt Öl setzt, trägt auch zur Umweltentlastung bei, da Erdgas-Heizkessel in der Regel schadstoffärmer arbeiten.

Experten sagen, dass die optimale Temperatur im Schlafzimmer etwa 15 Grad, die Küchentemperatur etwa 16 Grad und die Wohnzimmertemperatur etwa 20 Grad beträgt. Die Heizung über Nacht auszuschalten ist kein guter Tipp. Dauerheizen ist am besten bei niedrigen Temperaturen – das geht am besten mit einem Wärmethermostat. Auch hier können Smart-Home-Systeme wertvolle Dienste leisten, durch die Sie die Temperatur zeitgesteuert anpassen können.

Stellen Sie den Thermostat auf die gewünschte Raumtemperatur ein. Ist diese höher als erforderlich, verbrauchen Sie unnötig Energie. Mit jedem Grad, den Sie senken, sinkt Ihr Verbrauch um etwa 6 %.

Im Wohnzimmer sind angenehme 20 Grad perfekt, in Schlafzimmern meist nur 18 Grad, in weniger frequentierten Räumen sogar 16 Grad! Niedriger sollte es nicht werden, da sonst Schimmel droht.

Ein programmierbares Thermostat hilft Ihnen beim Sparen. Hier können Sie die genau Temperatur einstellen oder auch Uhrzeiten, zu denen geheizt werden soll.

Heizt Ihr Heizkörper ungewöhnlich oder werden unterschiedlich warm? Gibt es ein gluckerndes Geräusch? Dann kann es sein, dass Luft im System ist – was mehr Energie verbraucht. Mit dem Entlüftungsschlüssel können Sie ganz einfach Luft aus dem Wärmestrahler entfernen.

Stellen Sie vor dem Öffnen des Entlüftungsventils einen kleinen Behälter darunter, um das Leck aufzufangen, und halten Sie einen Lappen bereit. Öffnen Sie nun das Thermostatventil (normalerweise Stufe 5) vollständig, damit sich der Heizkörper erwärmen kann. Öffnen Sie dann kurz das Auslassventil, bis die Luft entweicht und nur noch heißes Wasser herausfließt. Schließen Sie dann das Ventil wieder fest. Jetzt können Sie den Thermostat wieder herunterdrehen.

Verstecken Sie das Heizgerät nicht hinter Vorhängen oder Möbeln. Denn dann staut sich dahinter Wärme und gibt sie nicht richtig an den Raum ab. Die Raumtemperatur ist nicht gleichmäßig.
Für Ihre Einrichtung bedeutet dies, dass jeder Heizkörper gut sichtbar sein sollte.

Beispielsweise sollte das Sofa mindestens 30 cm von der Heizung entfernt sein. Gardinen an Fenstern mit darunter liegenden Heizkörpern sollten nicht so lang wie der Boden sein und über der Wärmequelle enden. Vermeiden Sie auch Heizkörperverkleidungen.

Außerdem wichtig: Heizkörper sauber halten – auch Fusseln und Staub können die Wärmeabfuhr mindern.

Wenn niemand zu Hause ist, muss die Temperatur dort nicht wohlig warm sein. Beim Ausgehen kann durch das Absenken der Temperatur Energie gespart werden.

Wer jedoch nicht jedes Heizungsventil einzeln bedienen möchte, kann auf ein programmierbares oder vernetztes Thermostat zurückgreifen. Sie können das Thermostat schnell und einfach selbst austauschen – auch in einer Mietwohnung!

Die Dämmung von Heizungsrohren und Heizungsarmaturen ist nicht nur Pflicht, sondern spart bis zu 14 Euro pro Meter Rohr und Jahr – da lohnen sich schon wenige Meter. Mit einer Rohrdämmung stellen Sie sicher, dass langfristig keine Wärme vom Keller ins Haus verloren geht.

Die Dämmung hat sich in weniger als einem Jahr amortisiert!

Undichte Fenster oder Außentüren können unangenehme Zugluft und Wärmeverluste in der Wohnung verursachen.

So prüfen Sie schnell und einfach, ob Türen und Fenster dicht sind: Stecken Sie ein Stück Papier zwischen Fensterrahmen und Flügel. Lässt sich das Papier bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen, ist das Fenster dicht.  Wiederholen Sie den Papiertest an mehreren Stellen.

Bei Fenstern reicht es in der Regel aus, die Dichtung auszutauschen oder die Fensterflügel anzupassen. An Wohnungs- oder Haustüren mit offenen Türschlitzen können oft Dichtungen nachgerüstet werden – der sogenannte Kältefeind.

Besonders häufig sind bei Gebäuden aus den 1960er und 70er Jahren ungedämmte Heizkörpernischen an Außenwänden zu finden. Durch die dünne Wandstärke und die hohe Temperatur des Kühlkörpers an der Wandinnenseite ist der Wärmeverlust besonders groß.

Für die nachträgliche Dämmung können Sie Hochleistungsisolierungen wie Polyurethanplatten oder Aerogel-Pads verwenden. Es ist sehr wichtig, dass die Isolierung an allen Seiten der Wand luftdicht ist. Für weitere Einsparungen ist es sinnvoll, wenn auf der Wanddämmung eine Aluminium-Kaschierung angebracht ist. Sie reflektiert die Wärmestrahlung zur Raumseite hin. Die Kosten können je nach Material zwischen 50 bis 80 Euro pro m2 variieren.

Richtiges Lüften ist überhaupt nicht schwierig und spart Energie. Die wichtigste Regel lautet in der Heizperiode: Mehrfach täglich stoßlüften statt dauerhaft kipplüften!  Öffnen Sie das Fenster für ein paar Minuten so weit wie möglich. So kann die Raumluft schnell ausgetauscht werden, ohne dass die Wände im Inneren auskühlen. Wenn die Fenster wieder geschlossen sind, muss die Heizung nur noch die Frischluft erwärmen, nicht viele Komponenten. Das geht viel schneller und benötigt viel weniger Energie.

So einfach können Sie Wasser sparen

Wasser sparen lohnt sich vor allem beim Warmwasser. Denn je weniger Wasser für Duschen und Baden erhitzt werden muss, desto weniger Energie wird verbraucht. Das entlastet das Klima, schont die Ressourcen und entlastet die Haushaltskasse. 

Um unser Trinkwasser nicht zu gefährden, wird zum Beispiel dazu geraten, Waschmittel sparsam einzusetzen, das Auto nicht auf der Straße zu waschen und bei Pflanzenschutzmitteln auf die Angabe „Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich“ zu achten. 

Dazu gehören: Essensreste, Tampons, Medikamente, aber auch Feuchttücher. Sie sind nicht aus Papier, sondern aus Vlies und bestehen aus winzigen Fasern, die wasserfest sind. Das Ergebnis: Auf der Kläranlage verknoten sie sich und verstopfen die Pumpen.

Wer einen Zwischenzähler für die Gartenbewässerung installiert, spart die Abwassergebühren. Wenn Sie einen Zwischenzähler für die Gartenbewässerung installieren wollen müssen ein paar Punkte beachtet werden.

Alle Informationen und relevanten Dokumente zum Zwischenzähler für die Gartenbewässerungen finden Sie auf der Webseite des Abwasserbetriebs Troisdorf.

Haben Sie weitere Rückfragen? Der Abwasserbetrieb hilft gerne weiter!

Abwasserbetrieb Troisdorf

Energiespartipps für jedes Zimmer

Wenn jeder kleine Schritte geht nur dann kann etwas Großes entstehen. Mit unseren hilfreichen Energiespartipps für ihr Zuhause können Sie nicht nur ganz einfach Geld sparen sodern auch etwas für den Schutz unserer Umwelt tun. 

Persönliche Unterstützung beim Energiesparen

Energiesparen total mit den Stadtwerken Troisdorf.
Und das tun wir für Sie – kostenlos: 

Wir beraten Sie beim Kauf eines neuen Elektrogerätes

Wir kommen Stromverschwendern in Ihrem Haushalt auf die Schliche

Wir helfen bei der Auswahl eines passenden Heizkessels

Wir beraten bei der Installation solarthermischer oder photovoltaischer Anlagen

Wir geben Tipps zum sparsamen Gebrauch von Trinkwasser

Die Adresse für Kühlschrank und Co.:

Besonders sparsame Haushaltsgeräte finden Sie in dieser Datenbank: 
www.spargeraete.de
Sie enthält mehr als 3.500 in Deutschland lieferbare Haushaltsgroßgeräte. 

Wie viel Strom verbrauchen Ihre Geräte?

Ganz leicht lassen sich die Stromfresser mit einem Messgerät herausfinden. Die Stadtwerke Troisdorf verleihen ein Gerät kostenlos gegen eine Kaution von 25 Euro für vier Wochen. 

Und das sind alle wichtigen Links zum Thema Energiesparen:

www.dena.de
www.energieagenturen.de
www.verbraucherzentrale.de
www.bfee-online.de
 

Markus Berghs

Energieberater
  berghsm@stadtwerke-troisdorf.de
    02241 888 235