Wir antworten auf Ihre Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Wir erklären Ihnen gerne alles Wissenswerte zu Strom, Gas und Wasser. 

Allgemeine Fragen

Einige dieser Fragen beantworten wir Ihnen nachfolgend. Sollten noch Fragen offen bleiben, können Sie uns gerne auch telefonisch oder persönlich in unserem Stadtwerke-Kundenzentrum in der Poststraße 105, 53840 Troisdorf, erreichen. Unsere Kundenberater/-innen sind von Montag - Freitag von 07:30 Uhr bis 17:30 Uhr für Sie da. Darüber hinaus haben wir eine Servicenummer für Sie eingerichtet, diese lautet: 02241 888 444.

Für einen gesperrten Zähler gibt es eigentlich nur zwei Gründe: Entweder ist uns Ihr neuer Vertragspartner nicht bekannt oder Rechnungsbeträge oder Abschlagszahlungen sind nicht gezahlt worden. Um den Zähler wieder öffnen zu lassen, nennen Sie uns im ersten Fall den neuen Vertragspartner mit Namen, Vornamen, Anschrift, Geburtsdatum und Telefonnummer. Wenn Sie uns unter der am Zähler vermerkten Telefonnummer anrufen, heben wir die Sperrung am nächsten Arbeitstag im Rahmen der Tourenplanung auf. Im zweiten Fall sind einfach die Rückstände zu begleichen. Die Sperr- und Entsperrkosten belaufen sich derzeit auf 146,24 Euro. Bei weiteren Fragen zur Zählersperrung wenden Sie sich bitte an Frau Tempel, Telefon unter 02241 888 250. Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 10:00 Uhr, Montag bis Donnerstag: 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr.

Bitte informieren Sie uns möglichst schnell schriftlich über Änderungen Ihrer Bankverbindung (neue Kontonummer und neue Bankleitzahl). Oder nutzen Sie unsere komfortablen Online-Services in unserem Online-Kundenportal im Internet. So werden unnötige Kosten durch Rückbuchungen vermieden.

Bei einem Wohnungswechsel und der damit verbundenen Vertragskündigung werden alle Zählerstände abgerechnet. Dafür brauchen wir von Ihnen folgende schriftliche Angaben oder Unterlagen: Zählernummer, Zählerstand am Tag des Auszuges, Ihre neue Anschrift, damit wir Ihnen die Abschlussrechnung zustellen und eventuelle Guthaben direkt erstatten können, Name des Folgemieters (wenn möglich) wenn Sie innerhalb von Troisdorf umziehen, Anmeldung der neuen Wohnung, sofern diese in Troisdorf ist, mit Angabe des Einzugsdatums (Mietbeginn) und des Vormieters (wenn möglich) oder der entsprechenden Zählernummer. Fragen Sie im Zweifelsfall den Hausmeister oder Ihren Vermieter nach rechtsgültige Unterschrift und Datum. Für die Abwicklung können Sie auch ganz bequem unsere Online-Services nutzen.

Ja, denn mit dem Versorgungsvertrag wird formell ein Liefervertrag abgeschlossen. Kunden mit einer neuen Abnahmestelle oder einem neuen Versorgungsvertrag erhalten alle für ihr Vertragskonto relevanten Daten. Diese müssen Sie uns mit Ihrer Unterschrift bestätigen. Am Ende des Vertrages befindet sich außerdem eine Einzugsermächtigung, die Ihnen und uns den regelmäßigen Zahlungsverkehr wesentlich vereinfacht. Eine separate Unterschrift ist dafür erforderlich. Übrigens: Die Mehrzahl unserer Kunden nutzt bereits diesen bequemen Zahlungsweg.

Einmal im Jahr versenden wir die Verbrauchsabrechnung. Für viele erscheint diese auf den ersten Blick sehr umfangreich und dadurch kompliziert. Um dennoch übersichtlich zu bleiben, haben wir die wichtigsten Informationen auf der ersten Rechnungsseite platziert.

In der Regel umfasst eine Abrechnung einen Zeitraum von rund zwölf Monaten. Ergeben sich in dieser Zeit jedoch zum Beispiel Preisänderungen oder Änderungen der Umsatzsteuersätze, ist eine entsprechende Aufteilung der Verbrauchsmengen erforderlich – bis zum Änderungstermin (nach altem Stand) und für die Zeit danach (nach neuem Stand). Zum Ende des Jahres am 31.12. erfolgt immer ein Schnitt, egal ob Änderungen bis zu diesem Zeitpunkt vorgenommen wurden oder nicht.

Die Stadtwerke Troisdorf berechnen in einem Jahr 11 Abschläge und erstellen im 12. Monat die Jahresabrechnung. Würden wir auch im 12. Monat einen Abschlag fordern, hätten wir in dem Monat entweder 2 Forderungen (eine Abschlagsforderung und eine Jahres-Rechnungsforderung) oder eine Abschlagsforderung und eine Erstattung aus der Jahresrechnung.

Die Stadtwerke Troisdorf GmbH ist gesetzlich dazu verpflichtet, den Abschlag nach jeder Jahresrechnung aufgrund des aktuellen Verbrauches und der aktuellen Preise neu zu berechnen. So ist es beispielsweise nicht möglich, dass wir, obwohl Ihr Verbrauch gesunken ist, den gleichen Abschlag einziehen. Wir würden dann ein Guthaben ansammeln, das eigentlich Ihnen gehört. Dieses Guthaben müssten wir Ihnen dann mit der nächsten Jahresrechnung erstatten. Sollte die Abschlagshöhe nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, können Sie sie jederzeit telefonisch oder über unseren Online-Service ändern.

Bei der Bemessung der Höhe Ihrer Abschläge gehen wir von den jeweils aktuellen Voraussetzungen aus. Also: Wie hoch ist Ihr Verbrauch zurzeit? Wie hoch wird demnach der Jahresverbrauch sein? Das Ganze wird dann mit den aktuellen Preisen multipliziert und auf die 11 Abschlagsmonate verteilt. Aktueller Verbrauch (eventuell hochgerechnet auf ein volles Jahr) x aktuelle Preise : 11 Monate.

Am einfachsten und bequemsten ist es, uns eine Einzugsermächtigung zu erteilen oder einfach per Dauerauftrag die monatlichen Abschlagszahlungen zu begleichen. So müssen Sie nicht mehr die Zahlungstermine im Auge behalten. Falls Sie die Abschläge monatlich überweisen möchten, gilt es zu bedenken, dass wir nur noch einmalig mit der Jahresrechnung die fälligen Zahlungstermine ausweisen und keine monatlichen Zahlungsaufforderungen mehr versendet werden. Weitere Infos zum Bankeinzug finden Sie hier. In unserem Online-Kundenportal können Sie sich hier anmelden.

Wenn sich nach einer Jahresabrechnung für Sie ein Guthaben ergibt, zahlen wir dieses bei Einzugsverfahren innerhalb von 14 Tagen komplett auf das angegebene Konto aus, bei anderer Zahlungsart wird die Kontonummer des Kunden angefordert. Dasselbe gilt bei Schlussabrechnungen aus Vertragsauflösungen.

Sie sollten auf jeden Fall erst einmal die Zählerstände auf der Rechnung mit dem Tagesstand der jeweiligen Energieart auf den Zählern vergleichen. Prüfen Sie bitte auch, falls möglich, ob die Verbrauchsmengen von denen des Vorjahres extrem abweichen. Berücksichtigen Sie bei der Heizenergie, ob der entsprechende Winter vielleicht sehr streng war. Sollte dies zu keiner plausiblen Erklärung führen, helfen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke unter der Service-Nummer 02241 888 444 gerne weiter.

Der Energie- und Wasserverbrauch wird einmal im Jahr durch Ablesen der Messgeräte festgestellt. Nach der Ablesung erstellen wir für Sie eine Jahresabrechnung unter Verrechnung der geleisteten Abschlagszahlungen. Für Abrechnungszeiträume, die kein volles Jahr umfassen, verrechnen wir für die festen Preisbestandteile (zum Beispiel den Grundpreis) pro Kalendertag je 1/365.

Strom: 3500 kWh/Jahr, Wasser: 130 m³/Jahr, Gas zur Warmwasserbereitung: 2600 kWh/Jahr,
Gas zu Heizzwecken im Altbau: 26.000 kWh/Jahr, Gas zu Heizzwecken im Neubau: 15.000 kWh/Jahr.

Dass Ihr Zähler falsch misst, ist äußerst unwahrscheinlich. Die Strom-, Gas- und Wasserzähler messen in 99 Prozent aller Fälle korrekt. Selbstverständlich kann es dennoch sein, dass so ein Messgerät einmal defekt ist. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Zähler fehlerhaft misst, führen wir gerne eine Befundprüfung durch. Bestätigt sich Ihr Verdacht, übernehmen wir selbstverständlich die Kosten für die Prüfung. Stellt sich jedoch heraus, dass der Zähler einwandfrei misst, müssen wir Ihnen die Kosten der Befundprüfung in Rechnung stellen. Die Höhe der Kosten ist abhängig von Zählergröße und -art und beträgt für haushaltsübliche Zähler rund 130 Euro.

KWKG = Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz. In einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (zum Beispiel im geplanten Troisdorfer Biomasseheizkraftwerk) werden gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt. Die Erzeugungsart ist besonders umweltschonend und wirtschaftlich. Ein vom Staat vorgegebener Bestandteil des Strompreises ist die KWK-Abgabe, mit der KWK-Anlagen finanziell gefördert werden.

EEG = Erneuerbare Energien Gesetz. Auch das EEG ist ein vorgegebener Bestandteil des Strompreises. Die Einnahmen aus dieser Abgabe werden direkt wieder in die regenerative Energieerzeugung investiert (zum Beispiel Wind- oder Solaranlagen), um die Erzeugung von umweltfreundlichem Strom zu unterstützen.

Fragen zum Strom

Im Preis enthalten sind die Netznutzungsentgelte, Bezugskosten und Vertriebs- und Servicekosten, die bei Ihrem Energieversorger entstehen. Die staatlich beeinflussten Anteile liegen bei rund 46 Prozent (Steuern, Abgaben, Umlagen). Dazu gehören die KWK-Abgabe und das EEG. Außerdem enthalten sind die Stromsteuer und die Konzessionsabgabe. Hinzu kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von zurzeit 19 Prozent.

Der Energieträgermix der Gesamtstromlieferung der Stadtwerke Troisdorf GmbH des Jahres 2011 setzt sich aus 100 Prozent erneuerbaren Energien zusammen. Die Durchschnittswerte der Stromerzeugung in Deutschland 2011 setzen sich zusammen aus den Anteilen der Energieträger Kernkraft: 17,7 Prozent, fossile und sonstige Energieträger: 61,3 Prozent sowie 21,0 Prozent Erneuerbare Energien. Hier entstehen 0,0005 g/kWh radioaktiver Abfall und 503 g/kWh CO2-Emissionen.

Der Grundpreis ist der Preis für die Bereitstellung der Energie, der Messeinrichtungen, der Verrechnung und des Inkassos von elektrischer Leistung. Der Verbrauchspreis ist das Entgelt für jede abgenommene kWh Strom.

Für Ihren hohen Stromverbrauch kann es mehrere Gründe geben. Gerne untersuchen wir gemeinsam mit Ihnen die Ursachen. Bitte sprechen Sie hierfür unsere Energiesparberater an. Zusätzlich leihen wir Ihnen gerne für vier Wochen ein Strommessgerät aus, damit Sie den Verbrauch der Endgeräte messen und eventuelle „Stromfresser" lokalisieren können. Wir erheben eine Leihgebühr von 25,00 Euro.

Schauen Sie erst einmal nach, ob alle Sicherungen und der Schutzschalter eingeschaltet sind. Fragen Sie beim Hausmeister oder bei Nachbarn, ob auch anderswo der Strom ausgefallen ist. Besteht die Möglichkeit einer Zählersperrung? Dann finden Sie einen Aufkleber an Ihrem Zähler. Erst wenn all diese Möglichkeiten ausgeschlossen sind, sollten Sie einen Installateur oder den Entstörungsdienst der Stadtwerke anfordern unter 02241 888 110. Seit dem 01.09.2008 bieten die Stadtwerke Troisdorf gemeinsam mit der Innung für Elektrotechnik Bonn/Rhein-Sieg einen zentralen Elektro-Notdienst für den gesamten Rhein-Sieg-Kreis an. Unter der Telefonnummer 02241 888 333 vermitteln die Stadtwerke dann werktags von 17:00 bis 07:00 Uhr und über das gesamte Wochenende den Kontakt zu den 32 notdienstleistenden Elektrobetrieben. Wochentags kostet die Arbeitsstunde bis zu 110 Euro, am Wochenende bis zu 130 Euro, immer inklusive An- und Abfahrtskosten.

Fragen zum Gas

Der Grundpreis ist der Preis für die Bereitstellung der Energie, die Messeinrichtungen, die Verrechnung und das Inkasso. Der Arbeitspreis ist der Preis für die bezogene Kilowattstunde Gas. Mein Gaszähler misst den Verbrauch in cbm, auf meiner Rechnung wird der Verbrauch jedoch in kWh umgerechnet. Warum? Die Umrechnung erfolgt zu Ihrem Vorteil. Die abgelesenen Kubikmeter (m³) werden anhand des Brennwertfaktors in kWh umgerechnet. Der Brennwertfaktor zeigt an, wie viel Wärme in einem m³ Gas enthalten ist. Der Brennwert innerhalb eines Kubikmeters Brennstoff könnte schwanken. Eine Kilowattstunde ist jedoch eine feste Einheit. 

Um sicherzustellen, dass der Brennwertfaktor stimmt, werden mehrmals täglich Qualitätsmessungen durchgeführt. Aus den Messungen wird ein Mittelwert gebildet, mit dem der Kubikmeter Erdgas multipliziert und in Kilowattstunden umgerechnet wird. Als „Daumenwert" können Sie mit der Zahl 10 multiplizieren.

Im Prinzip ist Gas geruchlos. Damit Gasundichtigkeiten jedoch frühzeitig erkannt werden, fügen wir dem Erdgas ein so genanntes Odormittel bei, damit Sie ausströmendes Gas im Gefahrenfall wahrnehmen können. Der Stoff wird als alarmierend, chemisch und irritierend wahrgenommen und unbewusst sofort mit Gas in Verbindung gebracht.

Für das gelieferte Erdgas erbringen die Stadtwerke Troisdorf erhebliche Vorleistungen. Diese müssen wir unseren Kunden in Rechnung stellen. Wir müssen daher auch zurückgehaltene Beiträge einfordern. Von einer Reduzierung der neu berechneten Abschläge raten wir dringend ab, weil dies zu erheblichen Nachzahlungen in der nächsten Jahresabrechnung führen kann.

Mit unserer Energiespar-Offensive der sich drehenden Energiesparwelt, welche Sie auf unserer Internetseite finden, helfen die Stadtwerke Troisdorf ihren Kunden beim Energie- und damit beim Geldsparen. Bereits durch einfache Maßnahmen können die Energiekosten deutlich gesenkt werden. Die Energieberater der Stadtwerke geben zudem Tipps, wie das eigene Haus energetisch sinnvoll modernisiert werden kann. Eine Möglichkeit, die Energiekosten massiv zu senken, ist die Modernisierung der alten Heizungsanlage. Die Stadtwerke Troisdorf haben hierzu gemeinsam mit namhaften Heizkesselherstellern ein Förderprogramm ins Leben gerufen. Voraussetzung ist eine mindestens 15 Jahre alte Heizungsanlage, die von Heizöl, Strom oder Kohle auf Erdgas umgestellt wird. Neue Anlagen werden nicht gefördert. Weitere Informationen gibt unser Energieberater Markus Berghs unter der Telefon-Nummer 0224 888 235. Darüber hinaus bietet der Bund mit einem eigenen Förderprogramm Unterstützung bei Investitionen zur Reduktion der Energiekosten und zum Schutz der Umwelt an. Für den Einbau einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung sowie zur Heizungsunterstützung in Verbindung mit einem Brennwertgerät können bei einem Einfamilienhaus bis zu 2.010 Euro Fördergelder in Anspruch genommen werden. Mit der Förderung der Stadtwerke Troisdorf kommen noch mal rund 650 Euro dazu.

In den Gaspreis fließen folgende Kosten ein:

  • staatliche Abgaben (rund 23 Prozent des Gesamtpreises) Diese beinhalten die Mehrwertsteuer, die Erdgassteuer und die Konzessionsabgabe.
  • Netzpreis (rund 16 Prozent vom Gesamtpreis). Dazu gehören das Netzentgeld und der Preis für den Erdgaszähler
  • Beschaffung/Sonstiges (rund 61 Prozent des Gesamtpreises). Dazu gehören Kosten für den Import, die Speicherung, die Strukturierung und den Transport bis Troisdorf, Verteilung und Vertrieb durch die Stadtwerke Troisdorf GmbH.

Zwar ist Deutschland aufgrund seiner geringen Energievorkommen zu etwa 80 Prozent auf Erdgaslieferungen aus dem Ausland angewiesen, jedoch nimmt die deutsche Erdgaswirtschaft zur Sicherung der Versorgung eine starke Streuung vor. Etwa ein Drittel des importieren Erdgases stammt aus Russland, zwei Drittel kommen aus Norwegen, den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark. Zudem sind die Lieferbeziehungen zu Russland in den vergangenen 30 Jahren stets stabil geblieben.

Fragen zu Wärme

Zweitarifzähler oder auch Doppeltarifzähler genannt, verfügen über zwei Zählwerke. Damit können sie den unterschiedlichen Stromverbrauch in Hoch- und Niedertarifzeiten (HT/NT) mit seinen jeweils individuellen Konditionen erfassen.

Der Zweitarifzähler misst ausschließlich den Verbrauch für den Betrieb der Speicherheizung oder der Wärmepumpe je nach Tageszeit. Der separate Eintarifzähler erfasst den Verbrauch des Haushaltsstroms.

Diese Tarifvariante benötigen Sie, wenn Sie:
Einen Zweitarifzähler haben, der ausschließlich den Verbrauch für den Betrieb der Speicherheizung oder der Wärmepumpe je nach Tageszeit misst.
Und einen separaten Eintarifzähler besitzen, der den Verbrauch des Haushaltsstroms erfasst.

Diese Tarifvariante benötigen Sie, wenn Sie:
Einen Zweitarifzähler haben, der den gemeinsamen Verbrauch für den Betrieb der Speicherheizung / Wärmepumpe sowie für den Haushaltsstrom misst.

Die Besonderheit bei der gemeinsamen Messung ist, dass während der nächtlichen Freigabezeit ein Teil des Haushaltsstroms auch über den NT-Tarif läuft, d.h. zum günstigeren Preis abgerechnet wird. Dafür sieht der örtliche Verteilnetzbetreiber einen prozentualen Anteil vor. Dieser wird mit dem HT-Verbrauch multipliziert und der errechnete Wert wird anschließend vom NT-Verbrauch abgezogen und zum HT-Verbrauch addiert.

  • Bsp. Zählerstand zum 31.12.2016: HT 1.000 kWh / NT 8.000 kWh
  • Prozentualer Anteil zur Verbrauchsaufteilung des örtlichen Verteilnetzbetreibers = 20% (1.000 kWh * 20% = 200 kWh)
  • Zählerstand nach Umrechnung HT 1.200 kWh / NT 7.800 kWh


WICHTIG! Auf die prozentuale Verteilung haben wir als Energielieferant keinen Einfluss. Diese prozentuale Verteilung wird von dem örtlichen Verteilnetzbetreiber festgelegt und uns, als Energielieferant, bei der Anmeldung zur Netznutzung mitgeteilt, wir rechnen nach dieser Vorgabe mit den Kunden ab.

Bei der elektrisch betriebenen Speicherheizung, die auch Nachtspeicherheizung genannt wird, wandeln Heizelemente Strom in Wärme um. In der Regel wird ein Wärmespeicher während der vergleichsweise günstigen Niedertarifzeiten während der Nacht aufgeladen und die Wärme tags darauf genutzt.

Wärmepumpen funktionieren wie ein umgekehrter Kühlschrank: Anstatt Kälte erzeugen sie Wärme. Sie entziehen der Außenluft, der Erde oder dem Grundwasser Wärme und geben diese an das Heizungssystem ab, die dann in den Wohnraum geführt wird.

Bei sogenannten Zeitzonentarifen richtet sich der Strompreis nach der Tageszeit. Unterschieden wird zwischen den vergleichsweise teuren Hochtarifzeiten am Tag und den entsprechend günstigeren Niedertarifzeiten in den Nachtstunden. Über welchen Zeitrahmen sich diese beiden aneinander gekoppelten Tarife erstrecken, gibt der jeweilige örtliche Verteilnetzbetreiber verbindlich vor und auf seiner Internetseite bekannt. Mit diesem gekoppelten Tarifmodell hat der Kunde die Möglichkeit, aktiv zu sparen, indem er bewusst sein Verbrauchsverhalten ändert und beispielsweise Haushaltsgeräte wie Wasch- oder Spülmaschine erst gegen Abend einschaltet, wenn der günstigere Tarif einsetzt.