Naturschutz vor der Haustür: Stadtwerke pflanzen Obstbäume in der Siegaue

Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Sven Mombauer von Gartenbau Jonas, Dipl.-Biologe Thomas Petruszek und Stadtwerke-Geschäftsführerin Andrea Vogt haben in der Siegaue weitere Bäume auf der Streuobstwiese gepflanzt.

Kirsche, Apfel, Birne und Pflaume – was nach einem bunten Obstsalat klingt, ist die Liste der Bäume, die die Stadtwerke Troisdorf aktuell auf ihrem Gelände neben der Brunnenanlage Sieglar gepflanzt haben. Darüber hinaus schlagen auch noch ein Quitten- und ein Walnussbaum Wurzeln parallel zu den zehn heimischen Hochstamm-Obstbäumen, die die Stadtwerke bereits im vergangenen Jahr in der Siegaue gesetzt hatten. Letzten Sommer konnten erste Früchte geerntet werden, auch wenn der Ertrag naturgemäß überschaubar war. Schließlich müssen sich die Bäume erst einmal an ihren neuen Standort gewöhnen und wachsen, ehe sie schmackhafte Früchte in Hülle und Fülle hervorbringen.

 

Für die Natur und Troisdorfer Bürger

Mit der Baumpflanzaktion betreiben die Stadtwerke nicht nur nachhaltigen Naturschutz vor der eigenen Haustür, sondern tun auch der Gesellschaft etwas Gutes. Denn ist das Obst an den Bäumen reif, darf sich jeder an ihm bedienen. „Frisch vom Baum gepflückt in den Mund schmeckt es schließlich viel besser als von der Supermarkttheke. Und nicht nur die Menschen profitieren von unserer Streuobstwiese, sondern auch die Insekten. Denn für sie bedeuten unsere Obstbäume eine reich gedeckte Tafel“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführerin Andrea Vogt. Und der beim Abwasserbetrieb Troisdorf, AöR (ABT) angestellte Diplom-Biologe Thomas Petruszek, der die Baumpflanzaktion betreut, ergänzt: „Neben den Insekten nicht zu vergessen die Vögel. Ihnen werden schon bald die üppigen Baumkronen viele Nist- und Nahrungsmöglichkeiten bieten. Insbesondere inmitten der ansonsten landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen werden diese Obstbäume zu einem wichtigen Lebensraum und belebendem Landschaftselement.“

 

Mit allen Sinnen genießen

Aktuell wurden aber nicht nur die Obstbäume gepflanzt, sondern es wurde auch eine Wildblumenmischung ausgesät. So können sich die Spaziergänger heute schon auf ein leuchtendes Farbenmeer im kommenden Sommer freuen, das zudem intensiv duften wird. Dann nämlich strahlen auf dem artenreichen Wildblumenstreifen die Blüten von Klatschmohn, Glockenblumen, Bocksbart und Kornblumen um die Wette. „Während der Corona-Pandemie haben wir uns noch einmal mehr im Freien aufgehalten und die Natur in ihrer ganzen Vielfalt zu schätzen gelernt. Wir freuen uns, dass wir in der Siegaue eine Streuobstwiese geschaffen haben, die Mensch und Tier genießen können“, resümiert Vogt.