Stadtwerke Troisdorf laden zum virtuellen Ausstellungsbesuch ein

Bei seinem Stillleben Sakura setzt der Künstler Rainer Griese rosa angemalte Oblaten als Blüten in Szene. © Rainer Griese

Nachdem die geplante Vernissage zur Fotoausstellung „Ästhetik der Vergänglichkeit“ des renommierten Künstlers Rainer Griese Corona-bedingt abgesagt werden musste, halten die Stadtwerke Troisdorf nun eine Überraschung für alle Kunstliebhaber bereit: einen virtuellen Ausstellungs-Rundgang mit dem Künstler und Stadtwerke-Geschäftsführerin Andrea Vogt.

Aus der Not eine Tugend gemacht
Seit fast 30 Jahren geht es in der Stadtwerke-Galerie bunt zu und die Vernissagen zu den mittlerweile rund 120 unterschiedlichen Ausstellungen sind für viele Troisdorfer ein fester Termin in ihrem Kulturkalender. „Umso enttäuschter waren auch wir, dass wir die Vernissage nicht wie geplant durchführen konnten. Aus der Not heraus sind wir kreativ geworden und haben erstmals einen virtuellen Rundgang durch unsere neue Ausstellung geschaffen. Und wenn man es positiv betrachten möchte: So können Kunstinteressierte ganz bequem von Zuhause aus die eindrucksvollen Werke auf sich wirken lassen – und das sogar rund um die Uhr“, so Vogt schmunzelnd.

Vergänglichkeit beeindruckend in Szene gesetzt
Die Stadtwerke präsentieren in einem kurzen Film die außergewöhnlichen, mitunter geheimnisvollen Fotografien von Rainer Griese der Öffentlichkeit und laden auch zum Blick hinter die Kulissen – ins Atelier des Künstlers – ein. Ab sofort haben Besucher die Gelegenheit, unter https://www.stadtwerke-troisdorf.de/virtuelle-ausstellung zahlreiche Stillleben des mehrfach ausgezeichneten Fotografen einzusehen, die Griese in den letzten 20 Jahren auf seine ganz eigene Weise mit der Kamera eingefangen hat – analog wie digital. Das Besondere an seinen Fotografien sind weniger die abgebildeten Objekte an sich, als vielmehr die außergewöhnlichen Kompositionen. Sie lösen beim Betrachter vielfältige Assoziationen aus und der Versuch, die Arbeiten zu enträtseln, macht viel Freude. Eine eindeutige Antwort erhält man jedoch nicht. Es scheint, als spiele der Künstler mit den Erwartungen des Betrachters. Er entreißt die Objekte ihrer gewohnten Umgebung und platziert sie so, dass oftmals ein Paradoxon entsteht.

Schlendern und staunen von Zuhause aus
Solange die Corona-Krise den Besuch des Stadtwerke-Kundenzentrums einschränkt, kann die Fotoausstellung online besucht werden. „Und das lohnt sich – denn die Werke des Troisdorfer Fotografen mit internationalem Renommee sind sehr anregend und faszinieren durch ihre technische Perfektion sowie starke Ausdruckskraft“, verspricht Vogt, die dennoch hofft, dass Besucher bald wieder durch die Stadtwerke-Galerie schlendern dürfen und die Werke aus nächster Nähe auf sich wirken lassen können.