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So geht die Energiewende: Stadtwerke finanzieren Lerntheater in fünf Troisdorfer Schulen

Andrea Vogt, Geschäftsführerin der Stadtwerke Troisdorf, unterstützt die Schüler bei einem kreativen Spiel zum Thema Energiewende

Wäre Unterricht doch jeden Tag so lebendig: Wenn Clown und Pädagoge Friedhelm Susok mit grüner Kappe vorne am Pult der Europaschule in Troisdorf steht, ist sogar die Energiewende ein spannendes Thema. Multimedial, mit Überraschungs- und Showeffekten und natürlich mit Mitmachaktionen bringt der Bühnenprofi aus Mülheim an der Ruhr das Wissen um Energieerzeugung und Energiewende in die Köpfe. Wie funktioniert ein Blockheizkraftwerk, was ist Geothermie, wie lässt sich dezentral Energie mit Schwarmtechnologien herstellen? Fragen, auf die jetzt mehr als 600 Schüler der fünften bis zehnten Klassen von fünf weiterführenden Troisdorfer Schulen die richtigen Antworten kennen.

„Uns ist es wichtig, dass junge Menschen wissen, wie Energie hergestellt wird, wie wertvoll sie ist und warum es für das Klima so wichtig ist, dass die Energiewende gelingt“, sagte Andrea Vogt, die Geschäftsführerin der Stadtwerke Troisdorf, beim Start des Unterrichts in der Europaschule. Seit 2016 finanziert der Energieversorger Troisdorfer Schulen das professionelle Lerntheater, das speziell auf junge Leute zugeschnitten ist und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird. Im jährlichen Wechsel findet es für Grundschulen und für weiterführende Schulen in Troisdorf statt. Wesentlich länger schon - nämlich seit 2003 - bieten die Stadtwerke Troisdorf lokalen Schulen regelmäßig außergewöhnliche Unterrichtsprojekte an. In diesen erfahren und erleben die Kinder auf spielerische Art und Weise mehr über Strom, Gas und Wasser. Das Thema Nachhaltigkeit steht dabei stets im Vordergrund.

Unterricht der anderen Art

Und warum ist Susoks „Unterricht“ so beliebt? Der gelernte Lehrer arbeitet nicht mit Kreide und Tafel, sondern „spielt“ mit verschiedenen Medien und Lernformaten. Ratespiele, Showelemente, Lernen in Gruppen, Aktionen, die den Bewegungsdrang der Kinder aufnehmen: All das macht das Lerntheater so besonders – und fördert das Lernen. Wie wird der Strom in Deutschland hergestellt? Warum steigt Deutschland aus Kohle- und Atomenergie aus und wie können Wasser, Sonne, Biogas und Erdwärme die Lücke schließen? Und wie lässt sich mit Energie sparsam umgehen?

„Als kommunaler Energieversorger ist es uns wichtig, dass die Schüler in unserer Stadt mehr über ein zentrales Thema wissen, das aktuell unser Land stark bewegt“, unterstreicht Geschäftsführerin Vogt. „Viele Schüler demonstrieren für den Klimaschutz. Deshalb sollen sie wissen, wie sie sparsam Energie verwenden können. Und dass es wichtig ist, dass der Anteil regenerativer Energien steigt. Viele Schüler unterstützen Fridays For Future und gehen für mehr Klimaschutz auf die Straße. Sie sollen wissen, wie sie auch ganz persönlich ihren Beitrag leisten und mit Energie sparsam umgehen können. Klar ist: Der Anteil regenerativer Energien muss insgesamt noch weiter steigen. Unsere Troisdorfer Schüler sollen auch wissen, dass wir als Energieversorger mit gutem Beispiel vorangehen und unsere Privatkunden bereits seit 2010 ohne Aufpreis mit 100% zertifiziertem Naturstrom aus Wasserkraft versorgen.“

Zu Gast ist das Lerntheater in dieser Woche nicht nur an der Europaschule, sondern auch im Heinrich-Böll-Gymnasium, der Gertrud-Koch-Gesamtschule sowie den Förderschulen Don Bosco und am Rotter See.