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Zehn Bienenvölker ziehen zum Wasserwerk Oberlar

Schon 28 Bienenvölker auf Flächen der Stadtwerke – Blatzheim: Als Unternehmen für Naturstrom engagieren wir uns auch gegen das Bienensterben – 100 % Strom aus Wasser und Sonne

Zehn Bienenvölker ziehen zum Wasserwerk Oberlar

Zehn Bienenvölker des Troisdorfer Imkervereins haben eine neue Heimat: Sie leben ab sofort auf dem Gelände des alten Wasserwerkes Oberlar, gleich neben dem Solarpark. Am Freitag gaben Geschäftsführer Peter Blatzheim und der 1. Vorsitzende des Troisdorfer Imkervereins, Thomas Rosenau, das Gelände frei. „Das ist die dritte Fläche, die wir den Imkern seit 2014 zur Verfügung stellen, um aktiv etwas gegen Bienensterben und den Rückgang der Bienenvölker zu tun“, so Blatzheim. Inzwischen leben 28 Bienenvölker auf Flächen der Stadtwerke und der Unternehmensschwester TroPark, dem Flächen- und Projektentwickler der Stadt. „Das Gelände hier in Oberlar ist für Bienen ideal“, lobte Thomas Rosenau. „Hier gibt es große Rapsfelder, Alleen mit Linden und Akazien und viele Kleingärten mit Blumen, Obstbäumen und Gemüsepflanzen, so dass das Nahrungsangebot für die Bienen sehr gut ist.“

Die Stadtwerke Troisdorf haben dem Imkerverein neben der Fläche am Wasserwerk anlässlich des Welttages der Bienen am 20. Mai auch die Unterbauten für die Bienenstöcke bereitgestellt. Damit unterstützen die Stadtwerke aktiv Initiativen gegen den Rückgang der Bienenvölker in Deutschland und deren Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Pflanzenvielfalt. Insbesondere die aus Asien eingeschleppte Varroamilbe macht den Bienen sehr zu schaffen. „Die Milbe vermehrt sich in der Brut der Bienen und kann Viren übertragen, die meist zum Absterben des ganzen Bienenvolkes führt“, erklärt Rosenau. „Sind die Bienen allerdings gut ernährt, sind sie deutlich widerstandsfähiger.“ Und das werde in Oberlar der Fall sein.

Auch die Kleingärtner und Landwirte würden von den zehn neuen Völkern profitieren. „Wenn anstelle des Windes die Bienen die Bestäubung übernehmen, gibt es nicht nur mehr Früchte“, erklärt Imker Rosenau. „Die Früchte sind auch größer und besser entwickelt.“ Den Stadtwerken dankte Rosenau, dass sie nach Standorten in Sieglar und Spich nun die dritte Fläche für zehn Völker zur Verfügung stellen. „Es gibt immer weniger Standorte: Monokulturen wie Getreidefelder bieten den Bienen nicht genügend Nahrung, zudem nimmt die Bebauung zu“, erklärt Rosenau. Ideal seien Mischflächen wie jetzt in Oberlar, wo es Obstbäume, Kleingärten und landwirtschaftliche Flächen mit großem Nahrungsangebot gibt. In Oberlar werden fünf Völker angesiedelt, die bereits groß genug sind, um die Honigproduktion aufzunehmen. Hinzu kommen fünf Jungvölker, die sich noch entwickeln.

Stadtwerke-Chef Blatzheim sicherte den Imkern weiterhin die Unterstützung des Energieversorgers zu. „Die Kombination von Solarpark, Wasserwerk und Bienen steht sinnbildlich für die Stadtwerke Troisdorf und unseren Anspruch, Energieversorgung so schonend und umweltfreundlich wie möglich anzubieten.“ Die Stadtwerke versorgen die Haushalte in Troisdorf, Eitorf, Hennef und Neunkirchen-Seelscheid ohne Aufpreis zu 100 % mit Naturstrom. Gleichzeitig fördern die Stadtwerke aber auch den Naturschutz, etwa durch die Zusammenarbeit mit dem Imkerverein. „Als Anbieter von Naturstrom liegt uns die gesamte Natur am Herzen, weshalb es für uns eine Selbstverständlichkeit ist, den Imkern weitere Standorte für ihre Bienenvölker zur Verfügung zu stellen.“

Zugleich engagiert sich das Unternehmen auch für bessere Standortbedingungen der Bienen. So haben die Stadtwerke in Sieglar auch die Anpflanzung von Streuobstwiesen und Blumenwiesen ermöglicht. Das hilft nicht nur den Bienen, sondern auch anderen Insekten, die Nahrungsgrundlage für Singvögel sind. „Auch die haben es immer schwerer genügend Nahrung und Lebensräume zu finden“, so Blatzheim. „Unser Bienenförderprogramm hat also viele Nutznießer.“

 

Ansprechpartner:
Daniela Simon, Leiterin Unternehmenskommunikation
Tel.: 02241 888 234, E-Mail: SimonD@stadtwerke-troisdorf.de