23.02.2018 - Pressemeldungen

Vorbild Bundesliga: Sportplätze in Troisdorf bekommen modernes LED-Flutlicht

Modernisierung bis Jahresende – Besseres Licht bei 60 % weniger Stromverbrauch – FC Bayern rüstet erst 2020 auf

Besseres Licht bei bis zu 60 % weniger Stromverbrauch: Trainingseinheiten und Abendspiele auf den Fußballplätzen in Troisdorf werden künftig bei deutlich besseren Bedingungen möglich. „Wir werden bis Jahresende auf zehn Fußballplätzen in Troisdorf die Fluter mit konventioneller Halogenmetalldampftechnik durch modernes LED-Flutlicht ersetzen“, kündigte Andrea Vogt, Geschäftsführerin der Stadtwerke Troisdorf, am Donnerstag bei der Übergabe der ersten Anlage an den SV Bergheim an. „Diese neuen LED-Anlagen sind für die Sportvereine ein Segen: Sie bieten direkt nach dem Einschalten volles Licht, sie verbrauchen weniger Strom, sind langlebiger und weniger störanfällig als die alten Flutlichtanlagen. Und sie leuchten die Spielfelder auch noch gleichmäßiger aus.“

Troisdorf ist die erste Stadt im Rhein-Sieg-Kreis, die flächendeckend ihre Sportplätze mit der neuen Technik ausstattet. Bislang gibt es nur einen Platz im Meckenheimer Ortsteil Altendorf-Ersdorf, der 2017 nach einem Sturmschaden auf LED umgerüstet wurde. Auch in der Bundesliga ist LED die Ausnahme: Im Januar 2017 hatte der VfL Wolfsburg als erster und bislang einziger Club eine LED-Flutlichtanlage in seinem Stadion in Betrieb genommen. Der FC Bayern München will die Allianz-Arena bis 2020 aufrüsten. „Die Anlagen der Bundesligisten sind zwar deutlich größer als die Flutlichtanlagen im Amateurbereich, aber die Technik ist vergleichbar“, erklärte Ralf Brozeit, Experte für Außenbeleuchtung bei den Troisdorfer Stadtwerken. „Vor allem steht das Licht bei LED-Technik innerhalb weniger Sekunden zur Verfügung, während die Halogenmetalldampffluter etwa 20 Minuten brauchen, bis sie ihre volle Leuchtkraft erreichen“, so Brozeit. Werden herkömmliche Flutlichtlampen zwischendurch ausgeschaltet, brauchen sie sogar bis zu 30 Minuten zum erneuten Hochfahren. Zudem sind LED-Leuchten deutlich effizienter. Die Stadtwerke rechnen bei den Anlagen in Troisdorf mit Energieeinsparungen für die Vereine von bis zu 60 Prozent.

„Wegen dieser Vorteile haben sich die Stadtwerke entschlossen, die Investitionskosten für alle Plätze komplett in diesem Jahr zu übernehmen“, so Geschäftsführerin Vogt. „Wir treten damit in Vorleistung, können den Vereinen helfen und gleichzeitig dafür sorgen, dass wir in Troisdorf effizienter mit Strom umgehen.“ Die Kosten werden auf die Vereine auf 15 bis 18 Jahre verteilt umgelegt. „Aus der Stromersparnis können die Vereine die kleinen Raten von monatlich rund 200 Euro finanzieren“, betonte Roger Jung, Kundenberater bei den Stadtwerken, in Bergheim.

Auch die Stadt Troisdorf profitiert von den neuen Flutlichtanlagen. Bislang hat die Stadt die Wartung der störanfälligen Halogenmetalldampffluter aller Sportplätze übernommen. Regelmäßig mussten Mitarbeiter von Elektrofachunternehmen auf die Masten klettern, defekte Lampen austauschen oder verschmutzte Lampen reinigen. LED-Systeme sind dagegen deutlich wartungsärmer und halten auch viel länger. Die Lebensdauer von LED-Flutlichtleuchten liegt bei gut 80.000 Stunden, herkömmliche Leuchten verlieren dagegen nach nur rund 6.000 Stunden stark an Leuchtkraft. Die Ersatzinvestitionen und die kürzeren Wartungsintervalle kann die Stadt nun einsparen.
„Wir sind froh, gemeinsam mit den Stadtwerken den Vereinen neueste Beleuchtungstechnik zur Verfügung stellen zu können, ohne die Clubs finanziell zu belasten“, lobte in Bergheim Troisdorfs Erster Beigeordneter Heinz Eschbach. „Gleichzeitig entlastet die neue Technik auch unseren Haushalt, weil die Wartungskosten und Ersatzinvestitionen sinken.“

Schließlich profitieren von dem besonderen LED-Licht sowohl die Sportler als auch die Anwohner. „LED-Leuchten sorgen für eine homogenere Ausleuchtung des Spielfeldes“, so Lichtexperte Brozeit. Zudem gibt es weniger Streulicht, so dass die Umgebung eines Sportplatzes weniger von Licht belastet wird. „Das werden die Anwohner zu schätzen wissen.“

Erster Troisdorfer Verein, der von der neuen Lichttechnik profitiert, ist der SV Bergheim. Seit einigen Wochen schon wird die neue Anlage im Trainingsbetrieb getestet. „Das neue Licht ist gut“, sagte Vereinsvorsitzender Dirk-Ulrich Lauer am Donnerstag. „Und es steht auch viel schneller zur Verfügung. Wir müssen das Flutlicht nicht mehr eine halbe Stunde vor dem Training einschalten. Das Licht ist auf Knopfdruck da.“ Seine Feuertaufe hat die neue Anlage zwei Tage vor der offiziellen Übergabe bestanden. Am Dienstagabend spielte die 1. Mannschaft in der Bezirksliga gegen den Tabellennachbarn Wahlscheider SV. Das Spiel endete 1:3. „Am Licht hat das nicht gelegen“, so Lauer. „Das war voll da.“

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