Umstellung der Gasqualität von L- auf H-Gas

In Deutschland gibt es momentan noch zwei verschiedene Erdgasqualitäten. Als Ihr Netzbetreiber beliefern wir Sie sicher und zuverlässig mit Erdgas. Dabei handelt es sich derzeit um sogenanntes Gas der Qualität L.

Um den deutschen Erdgasmarkt wettbewerbsfähig zu machen und auch in Zukunft an ausreichende Erdgasvorräte angeschlossen zu sein, hat die Bundesregierung beschlossen, dass bis 2030 bundesweit einheitlich Erdgas der Qualität H angeboten werden soll. Die Umstellung im Netzgebiet der Stadt Troisdorf erfolgt im April 2021, weshalb alle erdgasbetriebenen Geräte angepasst werden müssen.

Kostenlose Geräteanpassung

Durch die Erdgasumstellung entstehen Ihnen in der Regel keine direkten Kosten!

Die Kosten für die Geräteanpassung übernehmen die Stadtwerke Troisdorf als Betreiber des Gasnetzes.

In wenigen Fällen kann es passieren, dass ein Gerät nicht angepasst werden kann. In diesem Fall nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf, um das weitere Vorgehen mit Ihnen abzustimmen.

Mit der nebenstehenden Darstellung erläutern wir Ihnen den Ablauf der Erdgasumstellung und was das für Sie bedeutet.

1 – Informationsphase

Ab Januar 2019 werden Ihnen die Besuche von Mitarbeitern, der von uns beauftragten Fachfirmen, per Post angekündigt. Diese werden Ihre Endgeräte erfassen.

Mit diesem Schreiben erhalten Sie bereits Ihre individuelle PIN von uns. Bitte bewahren Sie diese sorgfältig auf!

2 – Erhebungsphase

In dieser Phase kann festgestellt werden, in welchem Umfang eine Geräteanpassung notwendig ist. Die Erhebung der Gasgeräte beginnt im Januar 2019 und endet voraussichtlich im Herbst 2019.
Sollten Sie nicht zuhause sein, finden Sie in Ihrem Briefkasten eine Karte für eine Terminvereinbarung vor.
Die Techniker können sich mit einem Ausweis sowie mit der Nennung Ihrer persönlichen PIN identifizieren. Sollte sich bei Ihnen eine Person als Mitarbeiter vorstellen und Ihre persönliche PIN nicht nennen können, verweigern Sie den Zutritt zum Haus und informieren Sie uns bitte umgehend unter 02241 888 130.

3 – Anpassungsphase

Die physikalische Umstellung von L- auf H-Gas erfolgt ab November 2020. Zu diesem Zeitpunkt müssen alle Gasgeräte erfasst sein. Eine Anpassung erfolgt je nach Gerätetyp vor oder nach diesem Stichtag.

Dazu vereinbaren, die schon mit der Erhebung betrauten Firmen, einen Termin mit Ihnen. Die Anpassung ist für Sie kostenlos und dauert etwa 30 Minuten.

Qualitätssicherung

Jeweils nach der Erhebung und Anpassung prüfen wir stichprobenartig, ob die Arbeiten rund um die Erhebung und Anpassung fachgerecht durchgeführt wurden. So gewährleisten wir einen hohen Qualitätsstandard während der Anpassungsphase.

Diese Besuche kündigen wir ebenfalls per Brief frühzeitig an. Jeder Erdgaskunde wird also mehrfach aufgesucht: zur Geräteerhebung, zur Geräteanpassung und möglicherweise zur Qualitätssicherung.

Fragen und Antworten zur Gasumstellung

Die Erdgasumstellung, die in Fachkreisen auch Marktraumumstellung genannt wird, bezeichnet den Wechsel des transportierten Erdgases in einem Netzgebiet. Es wird von Erdgas der Gruppe L auf Erdgas der Gruppe H angepasst. Damit ändert sich in dem Netzgebiet die Gasbeschaffenheit. In Deutschland gibt es zurzeit zwei verschiedene Erdgassorten, die sich im sogenannten Wobbe-Index und dem Brennwert unterscheiden und in getrennten Netzen transportiert werden.

Derzeit kocht und heizt der Großteil der Erdgasnutzer im Versorgungsgebiet der Stadtwerke      Troisdorf GmbH (SWT) mit „L-Gas“ (Low-Caloric-Gas) aus deutschen und niederländischen Vorkommen. Die kontinuierlich sinkende Fördermenge von L-Gas macht eine Erdgasumstellung auf das energiereichere „H-Gas“ (High-Caloric-Gas) erforderlich. Mit dem Wechsel der Gasart ist eine Prüfung der Anpassbarkeit aller Gasgeräte verbunden, um auch weiterhin einen effizienten und zuverlässigen Betrieb der Gasgeräte zu gewährleisten.

Aus "L" mach "H"

L steht für „low“ und kennzeichnet ein Erdgas mit niedrigem Energiegehalt. H steht für „high“, also energiereicheres Erdgas. H-Gas hat einen höheren Methangehalt als L-Gas und damit einen etwa 10 Prozent höheren Brennwert (Energiegehalt). Dieser liegt der bei rund 12 kWh/m³, bei L-Gas bei nur etwa 9,8 kWh/m³. Um H-Gas sicher nutzen zu können, müssen alle Geräte angepasst werden.

Ca. 20.000 Haushalte und Unternehmen mit einem Erdgasanschluss im L-Gas-Versorgungsgebiet der SWT sind betroffen.

Es sind alle Gasgeräte betroffen, die direkt an eine Gasleitung, die mit dem Erdgasnetz verbunden ist, angeschlossen sind. Das reicht vom Gasherd in der privaten Küche bis hin zur gasbetriebenen Industrieanlage. In privaten Haushalten sind zum Beispiel betroffen (Aufzählung nicht vollständig):

  • Gasthermen
  • Gasherde
  • Brennwert- oder andere Heizkessel
  • Gasöfen oder -kamine

Bei Heizungsanlagen und anderen gasnutzenden Endgeräten (z.B. Gasherd, Warm- und Heißwasserbereiter) werden vor der Erdgasumstellung alle bestehenden Geräte überprüft und gegebenenfalls auf die neue H-Gasqualität angepasst. Diese Anpassung der Heizungsanlagen und Endgeräte umfasst größtenteils den Austausch der Brennerdüse und eine Neueinstellung des Brenners. Erdgasautos, -busse etc. müssen nicht angepasst werden. Da sich ihre Motoren automatisch einstellen, können sie sowohl L- als auch H-Gas ohne Probleme verbrennen. Auch auf beliebige Mischungen von L- und H-Gas stellen sich die Motoren ein.

Bei Anlagen von Gewerbe- und Industriebetrieben können je nach Anlagentyp weitere Anpassungstätigkeiten notwendig sein. Dies ist jeweils vor Ort und individuell zu prüfen.

Nach der Anpassung des Endgerätes und der Umstellung des Erdgasnetzes auf H-Gas-Qualität ergeben sich für den Kunden meist keine Einschränkungen und Veränderungen bei dem Betrieb der Anlagen. Dies hatte sich bereits bei vergangenen Umstellungsvorgängen bspw. in den neuen Bundesländern gezeigt (damals wurden die Geräte von Stadtgas auf HGas umgestellt).

Die fehlenden L-Gas-Mengen werden durch H-Gas-Mengen ersetzt, welche aus verschiedenen Bezugsquellen stammen. Rund zwei Drittel des deutschen Gasbedarfs werden derzeit aus Westeuropäischen Quellen (29 Prozent aus Norwegen und 23 Prozent aus den Niederlanden) und heimischer Produktion (7 Prozent) gedeckt. Größtenteils Russisches Erdgas (41 Prozent) wird über die Ukraine, Weißrussland und seit dem Bau der Nord-Stream auch durch die Ostsee direkt aus Russland geliefert. Damit verfügen die deutschen Erdgasunternehmen über breit diversifizierte Bezugsquellen, deren Erdgasmengen über ebenfalls diversifizierte Transportwege importiert werden. Die Diversifikation der Importe war dabei in den vergangenen Jahren stabil und nimmt mit der zunehmenden Verfügbarkeit von LNG (Liquefied Natural Gas) noch weiter zu. Somit wird eine einseitige Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern vermieden und die Versorgungssicherheit ist weiterhin gewährleistet.

Aufgrund der kontinuierlich sinkenden L-Gasmengen wird Schritt für Schritt in den einzelnen Netzbereichen die Gasqualität auf H-Gas umgestellt. Dies erfordert eine Anpassung der Gasverbrauchsanlagen.

Die Umstellung von L- auf H-Gas erfolgt mit einem ausreichenden Planungsvorlauf, in welchen neben den Haushalts- und Gewerbekunden auch Industriekunden sowie Kraftwerksbetreiber eng eingebunden werden. So wird sichergestellt, dass die Umstellung der Netze in Zeiträumen möglichst geringer Systembelastung durchgeführt wird und der Zeitraum der nicht-Verfügbarkeit des Anschlusses sehr kurz ist. Auf diese Weise sind durch den eigentlichen Umstellungsprozess keine Auswirkungen sowohl auf die Gas- als auch auf die Stromversorgung zu erwarten.

Die Kosten der Anpassung der Gasgeräte auf das neue H-Gas stellt Ihnen die SWT nicht in Rechnung. Stattdessen werden die Kosten über die Netzentgelte auf alle Gaskunden in Deutschland umgelegt. Die Netzentgelte sind ein Bestandteil des von allen Gasnutzern/-kunden zu zahlenden Gaspreises. Lediglich im unwahrscheinlichen Fall, dass das Gasgerät nicht anpassbar ist, müssen die Kosten für ein neues Gasgerät vom Ihnen selbst getragen werden. Fördermöglichkeiten sind in Frage 7 aufgeführt.

Die gesetzliche Grundlage für dieses Verfahren findet sich im Energiewirtschaftsgesetz (Paragraf 19a: Umstellung der Gasqualität; Verordnungsermächtigung). An diese Vorgaben sind auch die Stadtwerke Troisdorf gebunden. Die Grundlage für Kostenerstattungen für nicht anpassbare Gasgeräte bildet die Gasgerätekostenerstattungsverordnung (GasGKErstV).

Nein. Egal ob Sie L-Gas oder H-Gas nutzen, die Kilowattstunde kostet bei beiden Gasarten das Gleiche.

Alle Gasgeräte werden von Experten vor Ort erfasst und auf Ihre Anpassbarkeit hin überprüft. Sollte das Gasgerät nicht anpassungsfähig sein, werden Sie durch die SWT darüber informiert. Sie müssen dann auf eigene Kosten das Gasgerät ersetzen.

Für Mieter (Anschlussnutzer) gilt:

  • Der Vermieter (Anschlussnehmer) als Anlagenbetreiber muss dann einen Austausch des Gasgeräts veranlassen.

Für Wohnungs- oder Hauseigentümer bzw. Eigentümer des betroffenen Gasgeräts gilt:

  • Der Wohnungs- oder Hauseigentümer muss sich um den Austausch des Gasgeräts selbst kümmern. Das bedeutet, dass der Eigentümer den Gasgerätetausch bei einem Installateur seiner Wahl selbstständig beauftragen muss.

Aktuelle Projektumsetzungen zeigen, dass die Zahl der nichtanpassungsfähigen Gasgeräte allerdings sehr gering ist.

Ja, eine Zählerablesung ist notwendig. Über die Durchführung der Ablesung erhalten Sie eine gesonderte Information.

Sie können als Eigentümer (Anschlussnehmer) gemäß § 19a EnWG einen Zuschuss von 100 Euro von der SWT erhalten. Hierzu muss ein ordnungsgemäßer Verwendungsnachweis des Alt-Gasgeräts erbracht und ein Neu-Gasgerät installiert werden, welches im Rahmen der Erdgasumstellung nicht mehr angepasst werden muss. Des Weiteren muss diese Installation nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des technischen Umstellungstermins und vor der Anpassung des Gasgeräts erfolgen. Der technische Umstellungstermin wird vor der Umstellung schriftlich angekündigt und auf der Internetseite der SWT veröffentlicht.

Im Rahmen der Gasgerätekostenerstattungsverordnung können Sie als Anschlussnehmer zusätzlich einen weiteren Anspruch auf Erstattung beim Austausch des Heizgerätes geltend machen. Dieser gilt nur für Heizgeräte, die der Erwärmung von Wohnräumen dienen und die technisch nicht auf H-Gas anpassbar sind. Um die Erstattung zu erhalten, muss das Gasgerät grundsätzlich die Bedingungen für den oben genannten 100 Euro Zuschuss erfüllen (gemäß § 19a EnWG). Der Erstattungsbetrag ist dann nach Altersklassen gestaffelt:

  Gerätealter (lt. Typenschild)

  Erstattungsbetrag

  jünger als 10 Jahre

  500 Euro

  10 - 20 Jahre

  250 Euro

  20 - 25 Jahre

  100 Euro

  über 25 Jahre

  keine Erstattung möglich

Die Erdgasumstellung im Netzgebiet der SWT wird in dem Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 durchgeführt.

  • Im Jahr 2020 werden die Daten des Gasgerätes „erfasst“.  Schon im November werden die ersten Gasgeräte von Erdgaskunden der Stadtwerke Troisdorf fit gemacht für die Nutzung des hochenergetischen H-Gases, mit dem sie ab April 2021 versorgt werden.

Der Aufwand der Anpassung ist vom Gasgerätetyp und den durchzuführenden Arbeiten abhängig. Die Art des Gasgerätes hat z.B. auch Einfluss auf die Anzahl der zu wechselnden Düsen.

In ihrem Netzgebiet sind die SWT nach § 19a des Energiewirtschaftsgesetzes dazu verpflichtet, die Erdgasumstellung durchzuführen, unabhängig davon, von welchem Gasanbieter Sie Erdgas bezieht. Dafür arbeiten die SWT mit speziell geschulten Dienstleistern zusammen.

Nein, auf keinen Fall. Die Jahreswartung sollte, wie bisher auch, ein örtlicher Handwerksbetrieb durchführen. Die Anpassungsfirma ist dafür nicht berechtigt. Das ist nach wie vor Aufgabe eines Installateurs Ihres Vertrauens.

Die Umstellung besteht aus mehreren Schritten. Im Folgenden ein beispielhafter Ablauf eines Umstellungsschritts:

1. Schriftliche Information per Brief zur Erdgasumstellung
2. Schriftliche Ankündigung per Anmeldezettel zur „Erfassung“ der im Haus/Unternehmen befindlichen Gasgeräte
3. Start der Erfassung aller Gasgeräte (Hausbesuch)
4. Evtl. Qualitätssicherung (Hausbesuch)
5. Schriftliche Ankündigung per Anmeldezettel zur „Anpassung“ der Gasgeräte
6. Start der Anpassung aller Gasgeräte (Hausbesuch)
7. Erdgasumstellung
8. Evtl. erneute Qualitätssicherung (Hausbesuch)

Wird an einem Gasgerät ein Mangel festgestellt, wird Ihnen als Anschlussnehmer eine Mängelkarte ausgestellt. Sie müssen selbstständig ein Vertragsinstallationsunternehmen beauftragen, um den Mangel innerhalb von vier Wochen beheben zu lassen. Die Kosten für diese Behebung müssen Sie selbst tragen. Bei der Feststellung eines gravierenden und sicherheitsrelevanten Mangels muss das Gasgerät außer Betrieb genommen bzw. der Gasanschluss gesperrt werden.

Wird bei der Anpassung ein sehr geringfügiger Mangel festgestellt, kann das Gasgerät dennoch angepasst werden. Der Monteur informiert Sie anschließend über diesen Mangel.

Nein. Die Arbeiten im Rahmen der Erdgasumstellung ersetzt die Überprüfung durch den Schornsteinfeger nach der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) nicht. Daher bleiben die Kosten für diese Überprüfung im vollen Umfang bestehen.

Wenn die Erdgasumstellung ansteht, werden Sie frühzeitig durch SWT - Erdgasbüro schriftlich informiert.  

Sowohl für die Erfassung als auch für die Anpassung der Gasgeräte wird ein von den SWT beauftragter Dienstleister zu Ihnen kommen. Die Dienstleister werden sich vor jedem Besuch schriftlich ankündigen, können sich durch einen Dienstausweis ausweisen und können Ihnen die individuelle Belegnummer, welche Sie auf unseren Anschreiben finden, nennen.

Die Erfassung der Gasgeräte erfolgt per Hausbesuch ab April 2020. Sie werden vor der Erfassung rechtzeitig per Brief durch die SWT benachrichtigt.

Bei jedem Gasgerät wird eine Sichtprüfung (Ist-Zustandsanalyse), Abgasanalyse und ggf. eine Nachregulierung durchgeführt. Danach werden alle Gasgeräte und Typenschilder fotografiert und elektronisch erfasst. Außerdem wird die Erdgasanlage in Augenschein genommen und der Gaszählerstand erfasst.

Jedes Gasgerät muss erhoben werden. Einige Gasgeräte können vor dem Schaltzeitpunkt (dem Zeitpunkt, ab dem erstmals H-Gas in das Versorgungsnetz eingespeist wird) angepasst werden. Andere sind sehr zeitnah zum Schaltzeitpunkt (direkt davor oder danach) anzupassen. Gerade bei diesen Gasgeräten sollten Sie daher die mit Ihnen vereinbarten Termine unbedingt einhalten. Nur wenige, sogenannte gasadaptive Gasgeräte, können sowohl mit L-Gas als auch H-Gas betrieben werden. Bei diesen Gasgeräten muss keine Anpassung vorgenommen werden. Allerdings wird trotzdem eine Nachkontrolle durch die Dienstleister der SWT nach dem Schalttermin erfolgen.

Erfahrungen haben gezeigt, dass die Erfassung eines Gasgerätes im Durchschnitt 30 bis 45 Minuten dauert.

Nach der Erfassung werden sich die SWT bzw. der Dienstleister nochmals schriftlich bei Ihnen für einen zweiten Termin melden. Jetzt werden die Gasgeräte angepasst, die nicht selbstregelnd sind. Der von den SWT beauftragte Dienstleister wird dafür erforderliche Bauteile mitbringen und einbauen.

Der Monteur:

1. überprüft nochmals die "Gasgeräte-Identität" (Name, Herstellerfirma, Herstellungsjahr).
2. stellt fest, ob er die für dieses Gasgerät notwendigen Ersatzteile dabei hat.
3. prüft, ob das Gasgerät in einem ordnungsgemäßen, mangelfreien Zustand ist und die baulichen Gegebenheiten den technischen Vorschriften entsprechen.
4. führt die Anpassung durch.
5. prüft und dokumentiert die Dichtheit.
6. nimmt das Gasgerät wieder in Betrieb.
7. prüft die korrekte Einstellung durch Abgasmessung.
8. dokumentiert die Abgasmessung
9. kennzeichnet das Gasgerät als "angepasst".

Erfahrungen haben gezeigt, dass die Anpassung eines Gasgerätes im Durchschnitt 30 bis 60 Minuten dauert.

Nach §26 der Niederdruckanschlussverordnung (NDAV) sind Sie als Anschlussnutzer dazu verpflichtet, eine Änderung des Anschlussnutzungsverhältnisses den SWT mitzuteilen. Diese Anschlussnutzer müssen anschließend in Bezug auf die Erdgasumstellung separat mit einem Informationsschreiben angeschrieben werden.

Sollten Sie in der Zwischenzeit die Gasgeräte erneuern, müssen Sie den SWT diese Änderung schnellstmöglich mitteilen. Nach §19 der Niederdruckanschlussverordnung (NDAV) sind Sie als Anschlussnehmer verpflichtet, dem Netzbetreiber jede Anlagenveränderung mitzuteilen. Durch eine Veränderung muss das neue Gasgerät für die Erdgasumstellung erneut erfasst werden, um zu prüfen, ob und welche Maßnahmen für die Anpassung notwendig sind.

Nein, die Bedienungsanleitung wird nicht unbedingt benötigt. Die Monteure haben Zugriff auf eine Datenbank, dem DVGW Handbuch, in welcher die meisten Anpassungsanleitungen hinterlegt sind.

Es ist natürlich hilfreich, wenn Unterlagen zum Gasgerät vorhanden sind.

Die von den SWT beauftragten Monteure nehmen bei der Erfassung und Anpassung den aktuellen Zählerstand auf.

Zusätzlich werden Sie darüber informiert, dass Sie zum Stichtag des Umstellungstermins den Zählerstand dokumentieren und den SWT mitteilen.

Ihre persönlichen Daten, die den SWT vorliegen, müssen zur Abwicklung der Erdgasumstellung den von den SWT beauftragten Dienstleistern und Monteuren zur Verfügung gestellt werden. Diese Dienstleister und Monteure sind vertraglich nach den neuen Datenschutzbestimmungen gemäß Art. 28 DSGVO dazu verpflichtet, die Daten nur im Rahmen der Erdgasumstellung und im Auftrag der SWT zu sammeln und zu verarbeiten.

Die personenbezogenen Daten, welche durch die Dienstleister und Monteure im Rahmen der Erdgasumstellung erfasst werden, werden u. a. auch für die Plausibilisierung der Stammdaten der SWT verwendet, soweit sie sich auf Anschlussnehmer/-nutzer beziehen. Grundlage hierfür sind die bestehenden Netzanschluss-/Anschlussnutzungsverhältnisse. Alle anderen Daten müssen nach den Datenschutzbestimmungen nach Beendigung des Projektes gelöscht werden. Allen Anschlussnehmern/-nutzern wird ein Informationsschreiben zur Erfassung und Verwendung Ihrer Daten und den Datenschutzbestimmungen von den Monteuren übergeben.

Nein, grundsätzlich ist die Versorgung mit Erdgas jederzeit gesichert und es wird zu keinen unangekündigten Versorgungsunterbrechungen kommen.

Die Erdgasumstellung erfolgt entlang einzelner Leitungsstränge des örtlichen Erdgasnetzes. Die Gasgeräte aller an dieser Leitung angeschlossenen Anschlussnehmer werden zeitlich angepasst.

Die beauftragten Monteure und Dienstleister können sich durch einen Dienstausweis ausweisen. Sie sollten sich diesen unbedingt zeigen lassen, bevor sie den Monteur in ihr Haus/ihre Wohnung lassen. Die Fahrzeuge der Monteure mit Magnetschildern versehen, wodurch ersichtlich ist, dass die Monteure im Auftrag der SWT unterwegs sind.

Eine weitere Sicherheit ist das Ankündigungsschreiben, das Sie erhalten haben. Dieses enthält eine persönliche Belegnummer. Der Monteur muss diese Belegnummer an der Haustür nennen können. Sollten Sie das Anschreiben verlegt haben, wird sich der Monteur anhand weiterer Daten, die nur zu Ihrem Haushalt gehören können, ausweisen.

Bei Zweifeln an der Richtigkeit können Sie sich gerne direkt an das Erdgasbüro wenden.

a, der Mieter (Anschlussnutzer) oder Eigentümer (Anschlussnehmer und/oder Anschlussnutzer) muss den von der SWT beauftragten Dienstleistern, also den Firmen zur Gasgeräteerfassung bzw. deren Monteuren, Zutritt zu den Bereichen des Grundstücks und der Wohnung /dem Haus gewähren, in denen sich anzupassende Gasgeräte befinden. Dieses Betretungsrecht kann notfalls gerichtlich durchgesetzt werden. Das Zutrittsrecht ist im § 19a Abs. 4 EnWG festgeschrieben und das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes) wird in diesem Fall eingeschränkt.

Ohne vorherige schriftliche Benachrichtigung (per Brief oder Aushang) kommt keine Firma unangekündigt zu Ihnen. Die Benachrichtigung erfolgt zwei bis drei Wochen vor dem Termin. Wenn Sie den Termin nicht wahrnehmen können, sollen Sie dies möglichst umgehend mitteilen. Ihnen wird dann ein Ersatztermin genannt.

Grundsätzlich gilt: Ohne eine entsprechende Anpassung werden die Gasgeräte unzulässig betrieben und müssen vom Netzbetreiber gesperrt werden. Gemäß § 19a des Energiewirtschaftsgesetzes ist SWT als lokaler Netzbetreiber für die Erdgasumstellung und damit auch die Sicherheit in allen Haushalten verantwortlich. Eine Sperrung ist gerechtfertigt, weil durch dauerhaft nicht umgestellte Geräte, eine Gefahr für Leib und Leben nicht auszuschließen ist. Die mit der Sperrung verbundenen Kosten muss der Anschlussnehmer tragen.

Anschrift: Poststr. 105 53840 Troisdorf
Telefon: 02241 888 130
E-Mail: erdgasbuero(at)stadtwerke-troisdorf.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Mittwoch     8:00 – 16:30 Uhr
Donnerstag   8:00 – 18:00 Uhr
Freitag    8:00 – 12:00 Uhr

 

Sie haben weitere Fragen?

In unserem Erdgasbüro beantworten wir Ihre Fragen sehr gern, persönlich oder auch telefonsich!

Erdgasbüro

  erdgasbuero (at) stadtwerke-troisdorf.de
  02241 888 130