ganz. nah. dran.

Zeig mir den Platz an der Sonne

Mit einem Genossenschaftsanteil von 1.000 Euro kann sich nun bis zum 31. Dezember jeder Troisdorfer Bürger seinen Photovoltaik-Platz auf acht städtischen Dächern sichern – natürlich nur solange der Vorrat reicht.

Guido Stiel, Vorstandsvorsitzender der StadtSolar eG i.G.: „Nicht jeder Bürger verfügt über das entsprechende Kapital für eine eigene Photovoltaikanlage oder gar über die entsprechende Immobilie mit geeigneten Dachflächen. Um unter anderem dieser Zielgruppe die Möglichkeit zu bieten, in erneuerbare Energien zu investieren, haben wir die StadtSolar Troisdorf eG i.G. gegründet.“

Neben den Grundschulen in der Schloß-, Heer-, Roncalli- und Glockenstraße sowie der Sonderschule Im Laach werden auch die Dächer der Haupt- und Realschule in Troisdorf und des Gymnasiums in Troisdorf Sieglar bebaut. Machbarkeitsstudien der Ingenieur Netzwerk eG haben die Eignung bestätigt. Zudem wurden zu jedem Dach Stromertragsgutachten des Deutschen Wetterdienstes eingeholt, die individuell Auskunft über die zu erwartende Stromerzeugung geben.

Die Gesamtleistung liegt voraussichtlich zwischen 300 und 350 kWp, was einem Ertrag zwischen 280.000 kWh und 320.000 kWh pro Jahr entspricht. „Mit diesem umweltfreundlich gewonnenen Strom könnten pro Jahr zwischen 80 und 90 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden“, so Stiel.

Die Genossenschaft will gut eine Million Euro in die Errichtung der Photovoltaikanlagen investieren. Genossenschaftsanteile können von interessierten Bürgern noch bis zum 31.12.2009 zum Preis von 1.000 Euro je Anteil erworben werden. Die Rendite-Chance liegt voraussichtlich, wenn sich alle Annahmen erfüllen, bei bis zu 6 Prozent.

Stiel. „Es ist nicht nur die interessante Rendite, die eine Investition in eine Solaranlage lohnend macht. Eine Photovoltaikanlage ist auch ein Zeichen für die Umwelt und für zukünftige Generationen, denn sie trägt maßgeblich zur Ressourcenschonung und Luftreinhaltung bei.“ 

Die erwartete Nutzungsdauer werde nach heutigen Erkenntnissen mit über 20 Jahren prognostiziert, wobei die Leistung geringfügig abnehmen könne, was aber in den Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit berücksichtigt worden sei. „Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien gibt uns bezüglich der Einspeisevergütung in all den Jahren Planungsicherheit“, so der Vorstandsvorsitzende.

Beitrittserklärungen und weitere Informationen stehen unter www.stadtsolar-troisdorf.de zum Download bereit oder können im Kundenzentrum der Stadtwerke in der Poststraße 105 abgeholt werden.

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